Belastungs-EKG

Wenn Ihr Arzt bei Ihnen eine koronare (gefäßbedingte) Herzkrankheit oder einen drohenden Infarkt vermutet, wird er ein Belastungs-EKG, auch Ergometrie genannt, nach dem Ruhe-EKG durchführen. Dazu setzen Sie sich beispielsweise auf ein stehendes Spezialfahrrad, dessen Pedale Sie in Anwesenheit Ihres Arztes treten. Puls und Blutdruck sind ständig unter Kontrolle. Gleichzeitig wird die Herzstromkurve registriert. Je nach Höhe des Tretwiderstandes erbringen Sie eine Leistung von 25, 50, 70, 100 Watt oder mehr. Am Ende der Untersuchung wird Ihre Erholungsfähigkeit in einer anschließenden Ruhephase beobachtet.
 
Das Belastungs-EKG hat eine große Aussagekraft: Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, die erst bei Anstrengung auftreten, können einen drohenden Infarkt "ansagen". Durch die dosierte und standardisierte Belastung kommt es zu einem erhöhten Sauerstoff- und damit Blutbedarf des Herzmuskels, den ein verengtes Gefäß nicht decken kann. In Ruhe war die Durchblutung noch ausreichend. Werden aber Herzmuskelanteile nicht mehr genügend mit Blut versorgt, meist wenn ein oder mehrere Herzkranzgefäße über 75 Prozent verengt sind, so spürt der Patient dies als Druck, Enge oder Brennen hinter dem Brustbein.

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