Suchtakupunktur

Entgiftung und Entwöhnung

Zunächst muss der Körper entgiftet werden, um die biochemischen Vorgänge wieder zu normalisieren; die Droge darf also nicht mehr genommen werden. Während dieser Phase, die man Entzug nennt, treten typische Symptome auf. Damit sie erträglich bleiben und den Körper nicht unnötig belasten, wird der Entzug möglichst im Krankenhaus - zumindest jedoch durch eine permanente Praxisbetreuung - überwacht und behandelt. Wenn der Körper wieder frei von Suchtstoffen ist, beginnt die Entwöhnung, die in der Regel Wochen bis Monate dauert. Jetzt gilt es, die Psyche vom Verlangen nach der Droge zu befreien. Die Entwöhnung findet meist in einer Fachabteilung eines psychiatrischen Krankenhauses oder einer Fachklinik für Suchtkranke statt.

Psychotherapie, Sport, kreative Beschäftigung, Arbeitstraining und Kontakt mit anderen Betroffenen sollen helfen, das eigene Verhalten in Krisen zu erkennen, den Umgang mit Mitmenschen und mit sich selbst zu überdenken und neu zu lernen, Verantwortung zu übernehmen.

Raucherentwöhnung

Sehr erfolgreich ist hier die Verhaltenstherapie, bei der man sich unter Anleitung selbst beobachtet und zum Beispiel ein Rauchertagebuch führt. Schrittweise erkennt man, wann man nicht verzichten kann, lernt, sich zu kontrollieren und Alternativen zum Rauchen zu entwickeln sowie diese bei sich zu etablieren.

Bei suggestiven Verfahren oder Akupunktur bleibt man passiv, "läßt sich entwöhnen". Der Erfolg ist unterschiedlich, bei Akupunkturtherapien i. d. R. hoch.

Zusätzliches Autogenes Training kann helfen, sich innerlich vom Rauchen zu entfernen. Bei der sogenannten Aversionstherapie soll, zum Beispiel durch Medikamente, die Erbrechen beim Rauchen auslösen, der Rauchgenuss verleidet werden. Wegen Nebenwirkungen wird sie jedoch ungern bis kaum angewandt.

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